Wie die thüringische Kleinstadt Schmölln mit Abwärme aus einem Klärwerk ein Wohngebiet heizt
Shownotes
„Es rufen mich hier und da Stadtwerke an und wir geben gerne Auskunft. Ich gehe davon aus, dass man unser Konzept übertragen kann. Wenn die Gegebenheiten vor Ort stimmen, macht das sehr viel Sinn.“ - Severin Kühnast, Geschäftsführer der Stadtwerke Schmölln
Im thüringischen Schmölln nutzen die Stadtwerke Abwärme des städtischen Klärwerks für die Beheizung eines nahgelegenen Wohngebietes. Normalerweise wird das 10 bis 20 Grad Celsius warme geklärte Abwasser direkt in den Fluss Sprotte abgeführt. Stattdessen wird ihm nun zuerst Wärme entnommen und in ein Erdwärmenetz eingespeist. Das gut drei Kilometer lange, unterirdische Netz führt direkt zu einem Wohngebiet. Mit dem lauwarmen Wasser, das durch die Leitungen zirkuliert, beheizen Erdwärmepumpen sehr effizient 120 Wohnungen. Das kühlere und dadurch biotopfreundliche Abwasser des Klärwerks gelangt dann in den Fluss. Im Vergleich zum konventionellen Heizen mit fossilen Brennstoffen sinkt der CO2-Ausstoß um mehr als 80 Prozent. Das einzigartige Projekt zeigt, wie die Wärmewende vorankommen und auch andere Kommunen in Deutschland inspirieren kann.
Wie die Schmöllner ihre Idee realisiert haben und was in Zukunft noch ansteht, ist in dieser Podcast-Folge von „Böll.Regional“ der Reihe „Strom und Wärme – gemeinsam, bezahlbar, erneuerbar“ zu hören. https://boell.de/de/boellregional
Unser Experte:
Severin Kühnast, Geschäftsführer der Stadtwerke Schmölln
Weiterführende Artikel und Quellen:
https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/beste/audio-waermeversorgung-abwasser-klaerwaerme-100.html
https://www.boell.de/de/die-kommunale-waermeplanung-infografik-und-leitfaden
https://www.boell.de/de/waermewende
Inhalte verbreiten, Podcast unterstützen:
Hat dir diese Folge geholfen, die Zusammenhänge zu verstehen? Dann hilf uns, noch mehr kritische Hörer*innen zu erreichen! Bewerte uns auf Spotify und Apple Podcasts und teile diese Episode in deinen Netzwerken. https://boell.de/de/boellregional
Fragen oder Feedback zur Sendung gern an: podcast@boell.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Böl Regional.
00:00:03: In unserer Reihe Strom und Wärme gemeinsam bezahlbar, erneuerbar beschäftigen wir uns mit der Frage wie wir die Energie- und Währmewende gemeinsam gestalten können?
00:00:14: Heute erfahren wir wie die Thüringer Kleinstadt Schmölln
00:00:17: Abwärme
00:00:18: aus dem städtischen Klärwerk für die Heizung von einhundertzwanzig Wohnungen
00:00:22: nutzt
00:00:23: und dabei den CO² Ausstoß um mehr als achtzig Prozent senkt.
00:00:29: Ich bin Petra Gahl von der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und habe mich heute im Klärwerk Schmüllen mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Severin Kühnast verabredet.
00:00:38: Hallo Herr Kühnerst!
00:00:39: Ja, hallo!
00:00:40: Herzlich willkommen zu unserem Podcast.
00:00:42: Wir haben ja hier schon einiges gesehen.
00:00:44: auf der Kläranlage Haben Sie mir einiges gezeigt und auch Ihrer technischer Leiter.
00:00:49: ich wollte als erstes mal wissen wie sind sie denn auf die Idee gekommen?
00:00:53: Die Abwärmen der Klärenlage zum Heizen
00:00:55: vom Wohnraum
00:00:56: direkt vor Ort zu nutzen?
00:00:59: Das ist eine Idee, die schon einige Jahre alt ist.
00:01:01: Letztendlich war der Kunde, den wir heute versorgen, die Feuerbank.
00:01:05: Die hatte schon recht frühzeitig erkannt, dass sie irgendwann mal an ihren Heizungsanlagen was verändern muss.
00:01:10: Es waren noch alles vor den Gänsten... Gesetzesänderungen mit der Energiewende, die ja noch mal viel mehr auch Gesetzesdruck reingebracht haben.
00:01:18: Und wir waren damals, also die auf uns zugekommen, können wir hier nicht was zusammen machen und auch wissen, da steht es interessiert irgendwo vielleicht eine Erweiterung neues Wärmegebiet zu erschließen.
00:01:27: Und so haben wir mit ersten Ideen angefangen, die ganz klassisch mit Brennwertkessel-Erdgas-Technologie basierend Überlegungen gestellt haben Und es sind dann aber auch Stück für Stück innovativer geworden mit Gedanken.
00:01:39: Wir sind dann auf ein sehr, sehr gutes Planungsbüro gestoßen die schon in dem Thema alles was so Gewässerwärme also Wasserwärmen, insbesondere Gewässern oder Abwässer haben da gewisse Erfahrungen Schätze schon gehabt und haben uns quasi die Idee dann präsentiert sodass wir dann ganz neu gedacht haben gesehen haben Mensch das Wohngebiet ist ja gar nicht soweit weg von der Kläranlage Da könnte man daraus machen So ist die Idee erst mal entstanden mit Erfolg umgesetzt haben, was uns sehr freut.
00:02:07: Sie haben jetzt schon die Zeitspanne erwähnt?
00:02:09: Das ging ja alles sehr schnell bei Ihnen!
00:02:12: Wie haben sie das organisiert?
00:02:13: Also Sie haben
00:02:14: Fördermittel beantragt.
00:02:15: oder wie ist es gelaufen?
00:02:16: Ja also natürlich gehört auch immer dazu wenn man solche Innovationsteam hier voran treiben will.
00:02:21: mit neuer Technologie gibt's finanzielle Herausforderungen, die es zum Teil unwirtschaftlich machen.
00:02:25: deswegen gibt es ja auch Fördormittelprogrammen damit wir eben da in unsere Energiewende auch vorankommen gerade im Wärmebereich.
00:02:32: Der damalige Umweltminister Stengeler aus Thüringen, der hatte hier so eine Art Sommertour gemacht.
00:02:37: Er kam in Schmiln vorbei und hat quasi mit der Feuerbank an uns die Idee sich hier angehört.
00:02:42: Und ihm haben wir es dann zu verdanken... Ein Vierteldorf, den das Umweltministerium in dem Jahre hatte und es kurzfristig gesagt hat Mensch, dass ist wirklich ein sehr innovatives Vorhaben.
00:02:52: Das möchte ich hier im Land Thüringen auch voran treiben und dementsprechend haben wir damit die Möglichkeit bekommen weil das war schon Stichwort Finanzierung und auch Wirtschaftlichkeit eine Notwendigkeit und das gab uns dann den Startschuss.
00:03:05: Und wie haben Sie das dann realisiert?
00:03:07: Also die Förderquote war ja relativ hoch,
00:03:09: ne?
00:03:09: Genau!
00:03:10: Es war so dass wir haben ganz lange in der Warteschleife gehangen Krieg man denn hier irgendwo einen Zugang zu Fördermitteln immer wieder eher auf Ablehnung gestoßen.
00:03:18: aber dank des Besuchtes Umweltministers und eines sehr kurzfristigen Fördtermittelprogramms im Rahmen der Energiewende haben wir letztendlich im Mai im Jahr Mensch, gefällt uns?
00:03:31: Wir haben hier im Fördermittel-Topf.
00:03:32: Bewerbt euch bitte darauf!
00:03:34: Ihr müsst aber das Geld auch sofort in diesem Jahr verbauen weil diese Fördermittel sind nur dieses Jahr da und die müssen abgerufen werden.
00:03:40: Die kann man nicht... verlängern, was auch utopisch ist.
00:03:43: Weil so einen Vorhaben jeder der sich da auskennt das sind anderthalb Jahre Bauzeit eigentlich realistisch.
00:03:48: wir hatten dann die Aufgabe ein halbes Jahr.
00:03:50: Wir hatten dann im September erst den formalen Fördermittel bescheid.
00:03:53: erst dann kann man rechtlich in eine Umsetzungsphase gehen.
00:03:56: Das ist natürlich etwas innerhalb von wenigen Monaten nicht unter einem halben Jahr so ein Projekt zu realisieren ist nicht ganz realistisch gewesen, dementsprechend hat sich dann ja noch ein bisschen mit uns komplett in die nächste Jahr reingezogen.
00:04:08: In den Fünfundzwanzig sind wir erst fertig geworden und da auch erst im Herbst.
00:04:12: das war realistische und trotzdem alles sehr sportlich.
00:04:15: aber so ging es dann ganz schnell von langer Warten zu jetzt aber sofort und dann haben wir natürlich mit unserem Plan an mit dem Baufirmen alles so schnell wie es eben realistisches umgesetzt ist und die Nebeneffekte dann kaufgenommen.
00:04:29: was ich nicht ganz zeitlich geschafft
00:04:30: habe Das ist aber wirklich unheimlich schnell.
00:04:35: Sie haben ja auch noch ein Nahwärmennetz gebaut und dies und das, da muss man schon ziemlich flach sein um es
00:04:40: in einem Dreivierteljahr
00:04:42: zu schaffen.
00:04:43: Ja also jemand der sich in der Fahrzeit ein bisschen auskennt dafür dass wir hier drei Kilometer Wärmennetz gebaut haben eine Energiezentrale mit dem großen Behälter sie haben's ja gesehen und dann in den Wohnungen das noch installieren Das ist wirklich mit Rekordzeit, also ich hätte gesagt und vor allem planerisch muss man ja auch noch, zwar nicht.
00:05:00: Wir haben zwar eine Grundidee gehabt die war soweit in Ansätzen voraus geplant aber richtige Leistungsverzeichnisse und alles was braucht das musste ja erst mal gemacht werden mit der Bauersführung und das Ganze.
00:05:10: Es ist eigentlich ein Jahr gewesen etwa dass ja es rekordverlässlich an der Stelle hat auch Probleme zum Teil natürlich im Bauprozess verursacht oder jetzt in der Anlaufphase.
00:05:24: Glücklich, total dankbar dass wir die Chancen bekommen haben und wie gesagt es ist ein schönes Projekt auch was deutschlandweit zeigt wie man vorangehen kann.
00:05:34: Und wie hoch waren die Kosten für das
00:05:36: Projekt?
00:05:37: Die Kosten beliefen sich dann zum Schluss aufgrund dessen dass wir natürlich mit so einem Zeitdruck bauen mussten und auch sich dann mal hier unter dem Planungsfehler eingeschlichen hat oder auch die unerwarteten Dinge die man in unserem Bauprozess findet, wenn man dann hier in der Erde mal rumbuddelt.
00:05:52: Genau.
00:05:53: Da gab es noch ein paar Kostensteigerungen und waren wir mit drei Komma sechs Millionen gestartet und bei vier Millionen sind wir jetzt hier gelandet.
00:05:59: dafür hundertzwanzig wohnen im eigenen Tümern sozusagen aber auch jetzt.
00:06:04: wärmer bringt ökologische.
00:06:05: Und wie ist das dann finanziert worden?
00:06:07: Also, ist das zu neunzig Prozent vom Land oder... Wie war denn
00:06:11: die Förderquote und wie ist
00:06:13: der Rest finanzierend?
00:06:14: Genau.
00:06:14: Dadurch, dass es hier so ein Sonderprogramm von Umweltministerien war haben wir auch wirklich sehr viel Glück gehabt.
00:06:19: Die Förderquoten sind sonst nicht so hoch irgendwo um die sechzig-achtzig Prozent.
00:06:23: Wir hatten Glück gehabt, das wäre eigentlich... eine neunzigprozentige Förderung hatten in der Theorie, das war natürlich dann auch gedeckelt und aufgrund dass wir noch erhebliche Baukostenscheidungen haben sind wir jetzt so ein bisschen über seventy Prozent gefallen was trotzdem noch eine sehr tolle Förderquote ist.
00:06:40: Und uns wie gesagt das Projekt überhaupt ermöglicht haben weil das gehört eben auch dazu bis hier so in der Wohnungswirtschaft.
00:06:47: der Wohneigentümer hat ja auch einen Anspruch darauf da seine Heizung nicht teurer wird.
00:06:52: Das ist ein ganz schöner Konflikt, was die Wärme wendet auch ein Stück weit ausbremst.
00:06:59: An der Stelle sind Fördermittelprogrammen gut geeignet um den Konflik dann zu minimieren, weil ansonsten hätten wir das nicht geschafft uns an die Gesetzeslage wiederumzuhalten – Wärmelieferverordnung und auch der Wohnraum muss ja attraktiv bleiben.
00:07:11: Und das hat uns das Fördermaittelprogramm
00:07:14: erleichtert.".
00:07:15: Und den Rest
00:07:15: hat dann die Stadt bezahlt?
00:07:16: Genau, der Rest... Entschuldigung, das habe ich natürlich vergessen zu erwähnen.
00:07:19: Die restlichen waren Eigenbilder der Stadtwehr geschmölen also nicht die Stadt selber.
00:07:22: Das ist ja unser Betätigungsfeld und das haben wir natürlich klassisch mit Eigenbilden finanziert.
00:07:29: Wie funktioniert das jetzt technisch?
00:07:31: Der schöne Grundgedanke ist tatsächlich einen eigenen Toilettengang, den man irgendwo hat Stichwort Kreislaufwirtschaft, dass man in der Irgendwo auch mal wieder was zurückbekommt.
00:07:39: Das ist ja so das unsere Ausscheidung durch.
00:07:42: ganz viele Bakterien also Biologie arbeiten unheimlich wie Sport und dadurch entsteht ganz viel Wärme auch.
00:07:49: Und das sind so Wärmepotenziale die man ja nicht bisher genutzt hat.
00:07:52: deswegen wenn man es einfach ausdrücken will nutzen wir letztendlich die Wärmer.
00:07:57: Was mich wissen sicherlich dass in der Kläranlage selber immer noch so viel wärme übrig ist Wenn das Wasser hier wieder sauber in den Fluss reingeht, hat dann immer noch eine sehr hohe Wärme.
00:08:08: Dieses Wärmepotential bringen wir letztendlich zu einem Wohnquartier und dort wird mit der bekannten Wärmelbumpentechnologie viel effizienter zum Heizen genutzt als wenn man das natürlich übt.
00:08:22: klassisch im Winter, ich meine die minus zwanzig Grad hatten jetzt lange nicht mehr.
00:08:25: Aber der Winter war ja dann doch schon kälter.
00:08:27: Dann arbeitet diese Technologie gerade sehr uneffizient und das kann man wenn man dann so ein Medium hat wie dieses anführungsstrichen warme oder laufwarme Wasser.
00:08:36: Das macht es dann ebenso besonders und auch wieder ökologisch sinnvoller.
00:08:40: Das heißt, bei den Säuberungsprozessen des Abwassers entsteht Wärme.
00:08:44: Und die
00:08:45: nutzen Sie oder Teile davon?
00:08:47: Unser menschliches Verhalten sorgt dafür, dass das Wasser an sich schon warm ist und dampft im Winter aus dem Gullidegel.
00:08:54: Da wärmer ist es kühlt ein bisschen runter.
00:08:56: Es bleibt warm in unsere vielen kleinen Millionen Anhelfern.
00:09:00: Die ganzen Bakterienorganismen heizen es weiter an.
00:09:05: Und das nutzen
00:09:06: wir!
00:09:06: Und dann haben Sie hier vom Klärwerk direkt auch ein Nahwärmenetz
00:09:11: gebaut.
00:09:12: Genau, ja und um die Geschichte muss man noch ein Stück weit vorvollstellen weil wir haben natürlich... Die Klärenlage ist der Hauptlieferant für die Wärme aber auf dem Wegstrecke zu dem Wohnquartier auch sogar noch einen Kunststoffhersteller.
00:09:23: Der hatte auch einen Überschuss an Wärmer was er bisher immer über das Dach in die Umwelt gepustet hat Auch selbst im Winter.
00:09:30: Dafür muss er auch Strom aufwenden.
00:09:32: Das haben wir auch gleichzeitig noch mit eingebunden.
00:09:36: Überwiegend ist es die Wärme aus dem Abwasser, aber man kombiniert doch mit industrieller Abwärme und das Ganze wird hier auf dem Klärwerk in einer Energiezentrale sozusagen gespeichert.
00:09:47: Also man muss sich das so vorstellen... Zum Schluss des Prozesses ist das Wasser eigentlich wie ganz klares Wasser aus der Leitung.
00:09:52: Ist jetzt trotzdem kein Trinkwasser!
00:09:54: Und das hat noch diese Wärmen und dieses saubere Wasser eigentlich, dass bevor das in den Fluss geht leiten wir das in eine Art Pufferspeicherbehälter, der ist nur dafür da.
00:10:04: Das Verhalten vom Zulauf der Kläranlage ist auch immer schwankend.
00:10:07: Es kann ja auch mal eine Störung auf die Klär-Anlage geben, dass wir einfach einen Sicherheitspuffer haben was das Wasserhagen geht.
00:10:14: und dieses klarer Wasser lassen wir dann über ein Wärmetausch noch führen.
00:10:18: da wird letztendlich das übertragen auf dem Wärmemedium in den Wärmennetz.
00:10:23: Das ist ein Glukohlgemisch.
00:10:25: Das hat natürlich den Vorteil, dass man selbst das Erdreich auch da fließt.
00:10:30: Auch wenn man schon in Minustemperatur ist.
00:10:31: Es erlaubt dann einfach noch größere Wärme dem Netz zu entziehen, wenn es mal irgendwo auch Engpässe gibt und das wird sozusagen in die Häuser geführt.
00:10:39: Dort gibt's dann die einzelnen Wärmepumpen, die dann eben wie ich schon gesagt habe sehr effizient mit weniger Stromeinsatz da die Wärmen generieren und das sind die Häuser bringen.
00:10:50: Und das sind aber
00:10:52: keine Luftwärmerpumpen?
00:10:53: Genau, das ist ein Wasserwassergeführten heißt es glaube ich richtig.
00:10:58: Ich bin jetzt nicht so sehr der Ingenieur, aber es ist eine wassergeführte Basis.
00:11:02: Die Besonderheiten die wir hier gemacht haben sind ja ein kaltes Nahwärmennetz zu legen.
00:11:07: Nicht wie bei warmen Netzen mit siebzig Grad oder so Vorlauf sondern mit dieser Temperatur irgendwo acht bis treizehn Grad.
00:11:14: Das ist wo das fast da drin ist und das ist für eine Wärmepumpe eigentlich etwas Ideales.
00:11:19: Okay, das sind diese
00:11:20: Wärmepumpen mit Erdwärme?
00:11:21: Sonst auch Arbeit?
00:11:23: Ja, wir nutzen hier die Abwärme, industrielle Abwirma.
00:11:26: Wir nutzen ja sogar noch die Erdwärmung, also das Kollektornetz ist ja in der andere Legen sich so als Hauptwärmerversorgung und das Ganze... Wie gesagt, führ mal in ein kaltes Name.
00:11:37: Was auch schon eine Besonderheit ist, das gibt es in Deutschland jetzt an manchen Stellen aber es ist auch noch was ganz Neues.
00:11:42: In der Regel sind wir mit Stahlleitungen und es ist teuer und du heizt ja dann auch die DG-Wege direkt auf.
00:11:47: Hier ist es so ich verliere keine Wärme nach dem Prozess dahin also es ist sogar extrem effizient.
00:11:52: Ich gewinne sie sogar noch aus der Erde!
00:11:54: Also wir hatten ja sogar so ein mutziges Phänomen am Anfang wo wir mehr Wärmen zurückbekommen haben als wir hingeschoben haben weil das ärtreich uns noch was... Da hingen doch nicht alle Blöcke dran, aber da konnte man den Effekt richtig sehen.
00:12:05: Und dann gehen wir auch noch in den Wohnungsbestand rein, der total durchmischt ist von den Sechziger-Siebziger Bauten.
00:12:10: Deswegen beweisen ja hier eigentlich, dass man mit ganz vielen modernen Komponenten die zusammengesteckt haben das ist das Novum was wir gemacht haben alles was es schon so gibt und eben auch mal so mutig zu sein sagen ja wir gehen auch an solche Bestandsgebäude rein wo andere sagen nee ohne Fußbuttenheizung und Kernsanierung und so machen wir das
00:12:25: nicht.
00:12:26: Aber das wollte ich nochmal kurz nachfragen.
00:12:28: Sie haben von irgendwelchen Erdwärme Kollektoren
00:12:30: gesprochen.
00:12:31: Das ist das Netz am Ende eigentlich auch mal coole daran an dieser kalten Nahwärme.
00:12:36: Also das ist für mich eigentlich so, was jetzt heutzutage noch ein heißes Nahwährmennetz zu bauen und würde ich wahrscheinlich gar nicht mehr machen.
00:12:44: Wir sehen es ja, wir haben ja auch Fernwärmenversorgung oder da haben wir dreißig Prozent zum Teil hier Energieverluste in den letzten drinne weil man zum Teil einfach Wärmer hin und her schiebt bei die Kunden, dass vielleicht gerade man nicht richtig abfragen kann usw.
00:12:56: Was für mich immer wichtig ist wirklich diese Besonderheit des Projektes vielen innovativen Bausteinen, die ich jetzt in der Wärme wende, weil das ist ja die Überschrift des heutigen Themas.
00:13:07: Was es da alles gibt?
00:13:08: Und da gibts sowas, dass nennt sich kaltes Nahwärmenetz.
00:13:10: Das ist was wo ich eigentlich mit einer niedrigen Wassertemperatur nicht mit siebzig Grad oder so ein Versorgungsgebiet, sondern mal Bestücke und da ist normalerweise heizt man quasi fast die Bootssteine, können wir ganz übertrieben sagen, man hat Wärmerverluste, das kommt noch oben drauf also der Wirkungsgrad ist dann dadurch geringer.
00:13:29: Hier ist genau umgekehrt ein kaltes Nahwärmennetz, gerade bei uns sind drei Kilometer länger hin und zurück.
00:13:35: Das heißt auf diesem Weg sammeln wir sogar noch die Erdwärme mit ein.
00:13:38: also wir verlieren nicht Energie sondern wir gewinnen sie noch zusätzlich aus der Erde.
00:13:43: das haben wir gar nicht mit berechnet bei den Ingenieursplanungen aber es kommt tatsächlich auch als Effekt hinzu und das ist erstmal so dieses Netz und es ist ein Baustein in der Energiewende.
00:13:55: Der Nächste ist die Wärmelpumpe, die ist ja schon fast ein bisschen durchgekaut.
00:13:57: Ich glaube, die kennt jeder, dass das jetzt nur mal mit der einzige Weg sein wird um die Währmomente richtig ökologisch auch hinzubekommen.
00:14:05: Die wird in unserem Fall noch viel effizienter wie Wärmepumpe weil sie nicht aus der Luft die Energie bei minus zwanzig Grad Außentemperatur sagen muss sondern auch im Winter.
00:14:13: Im Dezember-Januar kriegt ihr zum Beispiel dreizehn Grad Vorlauftemperatur und da kann sich auch jeder denke ich vorstellen, ob ich aus minus zwannzig Grad meine Raumtemperatur oder mein Heizkörper, der irgendwo mit fünfzig, vierzig Grad, dreißig Grad nachdem welche Gebäude ich heute habe hochgeheizt werden soll.
00:14:29: Oder nehme ich fünfzehn Grad als Ausgangstemperatur.
00:14:32: Das heißt die Wärmepumpe wird wesentlich effizienter und es gibt noch einen ganz kleinen sogar ökologischen Mehrwert weil ziehe ist ja auch immer die Gewässer nicht weiter aufzuwerben.
00:14:41: Und wie gesagt eine Kläranlage Das sind nicht so wie vielleicht ein großer BASF-Hersteller, der heiße Abwässer hat.
00:14:48: Die dann vielleicht in zum Fluss gehen.
00:14:50: Aber wir gehen hier doch mit höheren Temperaturen, ich sag ja zwischen zehn im Winter, zehn Grad im Sommer und zwanzig Grad.
00:14:56: Das sind die Temperaturen aus der Kläranlage.
00:14:59: Und verbessern auch ein bisschen die Gebesserökologie dadurch dass wir ja etwas kälter jetzt in Zukunft reingehen weil wir das Abwasser nochmal ein Stück runtergekühlt haben bevor wir es wieder zurück in den natürlichen Prozess geben und in die Sporte hier einleiten.
00:15:14: Okay, also das
00:15:15: gereinigte
00:15:16: am Ende des gereinigtem Wasser ist dann ein bisschen kälter weil sie Wärme entnähen... Ja
00:15:20: es ist jetzt natürlich... ...dass dann wieder in den Fluss kommt.
00:15:22: Genau.
00:15:23: Und entspricht auch da ein bisschen den Wünschen und der Erwartungsteilungen, die sagen wir Umweltbehörden eben auch an klaren Lagenbetreiber.
00:15:32: Wie sind denn
00:15:32: die Gebäude oder die Wohnungen bestückt?
00:15:35: Also normalerweise spricht man immer davon Wärmeprumpe, da muss man dann halt irgendwie eine Fußbodenheizung
00:15:39: haben.
00:15:40: Die Gebäude da sind ja schon älter.
00:15:42: Genau, also auch vielleicht zum Hintergrund ist es ein klassischer DDR-Gebäude.
00:15:48: die wurden in den Sechzigerjahren gebaut an den Siebziger, Achtziger haben natürlich über die Jahrzehnte ganz viele verschiedene Sanierungsstände hinter sich und das ist das Interessante, dass ich sie sehr durchmüschen möchte.
00:15:59: Also erstens wir haben keinen einzigen Neubau dabei.
00:16:02: Zum Teil wurde Parallel in einigen manchen Blöcken eine Art Kernsanierung gemacht.
00:16:08: Da hat man auch wirklich die Außenhülle, Fenster und so was erneuert.
00:16:11: Und zum Teil Fußbuttenheizung als Neuheit mit eingebaut.
00:16:15: Dann haben wir nur teil sanierte Blöcke dabei, die nach der Wende ein paar Maßnahmen bekommen haben.
00:16:22: Aber wo keine Fußbuttonheizungen da sind ist auch die Wärmedämmung jetzt nicht den neuesten Standard zu entspricht.
00:16:27: Es ist halt ein Mischmarsch.
00:16:28: Und das ist jetzt schön zu sehen, dass es tatsächlich – das war ja der Beweis, den wir auch antreten wollten -, dass das auch im Bestandsgebäuden, weil das ist der Wohnungsbestand in Deutschland, ist ja überwiegend genau so aus und dass man die Wärmewände eben genau trotzdem hinbekommt mit den modernen Technologien, die ich beschrieben habe, die wir hier versucht haben miteinander intelligent zu kombinieren.
00:16:50: Es geht!
00:16:50: Und dem Beweis sind wir angetreten und haben jetzt immerhin schon den ersten Heizperi oder haben wir ja auch hinter uns.
00:16:56: konnten aufzeigen, dass es klappt.
00:16:58: Es ist gut gelaufen der erste Herbst und
00:17:00: Winter mit dem
00:17:01: neuen Heizsystem?
00:17:02: Ja also es funktioniert.
00:17:03: das ist alles da.
00:17:05: aber wir haben auch Lerneffekte.
00:17:06: die gibt's auch.
00:17:07: deswegen haben ja nicht ohne Grundförderung gekriegt weil jetzt gerade natürlich Turbulenzen.
00:17:10: ich hätte es vorhin schon erwähnt wir haben sehr schnell gebaut und es gibt auch Lerneffekter weil gerade sich wird so was wie die traurische Abgleich.
00:17:17: das wäre etwas was ich mal mitgeben würde auch als Lernerfahrung Das haben wir jetzt gemerkt, dass wenn der Wohnungseigentümer dann in den Gebäuden nicht auch an manchen Stellen noch mal hydraulisch abgleichen zu macht.
00:17:28: Es ging nicht darum die Heizkörper aus Tauschen zu müssen.
00:17:31: Das habe ich ja gesagt das klappt auch so.
00:17:32: aber man muss schon... Wir gehen ja nur bis in den Keller und dann gibt es natürlich noch Heizungstrenger- und Wohnungsverteilungen, bis zu hoch zur Dachetage.
00:17:42: Und da sind auch noch Dinge zu beachten wobei das nicht ganz klar ist wie jetzt zuständig ist.
00:17:46: also wir hatten schon die ersten Wochen was für die Mieter denke ich auch nicht so angenehm weil einfach in der Dinge die man vorher nicht gesehen hat sie war aber alle abstellen können weil irgendwo ist eine alte Pumpe noch verbaut war die das Wasser richtig bis hoch ins Dachgeschoss gedrückt hat.
00:18:01: Bisschen das auch in unserer eigenen Technik.
00:18:02: Das war ja erst ein schöner Härtetest, wir hatten hier auch Frostprobleme.
00:18:06: wo das Abwasser wenn es rübergezogen wird gibt's noch eine Filteranlage die sitzt im Freien draußen.
00:18:12: da sind die Temperaturfühler zum Beispiel kaputt gegangen und dann hat man hier auch mal drei Tage lang kein Ärmerversorgung.
00:18:18: Das Netz hat aber noch funktioniert.
00:18:19: so das hat sich schon... in ein sehr riskanten Bereich runtergekühlt, aber wir konnten die Wärmerversorgung gewährleisten.
00:18:26: Das haben dann die Mieter auch mal gemerkt, dass es nicht mehr ganz so warm wurde und das sind diese ersten Kinder-Krankheiten, die man dann entdeckt hat.
00:18:34: Die sind jetzt ausgemerzt.
00:18:36: oder auch Lernprobleme waren jetzt, weil die Wämerkumpel steht im Keller der denn vorher sowas nicht hatte.
00:18:42: Die macht ja trotzdem ein paar Geräusche, Vibrationen, aber auch da gibt's Sachen, die einen nachrüsten kann, dass sie noch besser Schei isoliert sind.
00:18:49: Das sind so Kleinigkeiten, die wir halt – wenn man keine Erfahrung hat vorher nicht weiß.
00:18:53: Sie sprechen immer von der VR-Bahn?
00:18:55: Ja.
00:18:55: Sind das die Besitzer oder die
00:18:56: Verlierer?
00:18:57: Ja also wir haben hier, das habe ich vielleicht, hätte ich das mit vorhin auch mal erwähnen müssen.
00:19:00: Die haben dort einige Wohnplöcke in dem Wohnquartier, es gibt auch noch die städtische Wohnungsverwaltung und auch viele Eigentümergemeinschaften, die haben wir in den Prozess damals auch mit befragt.
00:19:09: Die hatten aber zum Teil frische Graskäste, die sich eingebaut und hatten kein Interesse gezeigt nachdem sie gerade fehlt hier zehntausend Euro und so weiter ausgegeben haben, bei uns mitzumachen.
00:19:20: Heute kriegen wir jetzt schon wieder Anfragen an können wir auch mit der Neuernetz aber deswegen haben dann einen Partner gesucht und mit der Feuerbank ist es natürlich luxuriös dass du denn nur eine Ansprechpartner hast.
00:19:29: als sich mit zehn verschiedenen Eigentümern über diese technischen Dinge vertragliche Sachen zu einigen hat das auch noch mal ein bisschen erleichtert und deswegen ist das sozusagen richtig.
00:19:40: immer mal von der Feuerbanken die Auch so mutig war, mit uns gemeinsam diesen Schritt zu gehen.
00:19:44: Weil ich meine es ja auch von dir, das kann sagen wir glauben auch daran dass es aber wirklich funktioniert weil das weiß ja eben leider keiner vorher.
00:19:52: Aber was wir aufzeigen wollten, dass das in einem Wohnungsbestand mit sowas geht, das funktioniert.
00:19:57: Genau.
00:19:58: also erst mal noch kurz die Frage Was ist jetzt das Besondere an dem?
00:20:02: Also weil ich habe gelesen Es gibt auch andere Kommunenstädte Die Abwärme von Klärwerken
00:20:07: nutzen.
00:20:08: Was ist aber hier Entschmölln jetzt die Besonderheit?
00:20:11: Mir ist jetzt nicht viel bekannt, wo das groß genutzt wird oder wenn dann eigentlich aus ganz kleinen Dimensionen da nimmt.
00:20:18: Man zwar die Abwärme aus der Kläranlage aber versorgt zum Beispiel wie wir sitzen hier in unserem Verwaltungstil wollte, wo die Klärwerter arbeiten damit sie hier ihre Veitskörper damit beheizen.
00:20:27: Aber dass jemand mal tatsächlich ein richtiges Wohngebiet damit versucht weil das ist ja das was wir wollen für unsere Gesellschaft wie die Wärmewende kommt Das ist mir nicht bekannt, dass es das ein anderes Stück schon gibt und das macht's eben so besonders.
00:20:38: Wir zeigen das im Großen Siehe auf.
00:20:40: Wir haben errechnet was für unsere größigen Spülen wie viel Energie steckt hier an der Kläranlage?
00:20:45: Und wie viele Leute können wir maximal damit versorgen?
00:20:48: Und das haben wir gemacht und auch gezeigt, dass man sogar ein bisschen eine Strecke überwinden kann diese drei Kilometer Leidung auch noch zu legen.
00:20:56: Ja, ich glaube es machen
00:20:57: schon auch
00:20:59: für größere Bereiche und mehr Wohnungen andere Städte.
00:21:02: Aber die machen das über das Fernwärmenetz.
00:21:05: Das ist vielleicht dann die Besonderheit hier
00:21:06: in Schmelz?
00:21:07: Das wäre wahrscheinlich auch noch eine weitere, dass wir hier komplett ein neues Netz gelegt haben und das nicht nutzen als Ergänzung.
00:21:13: Es ist mir auch bekannt aus, also ich weiß, anderer Stadtwerke trübeln da auch gerade drüber nach um dann nur die Temperatur oder den ökologischen Anteil in ihrem bestehenden Fernwärtmennetz zu haben.
00:21:21: Also wie gesagt, hier ist ja ein komplettes eigenes Versorgungsgebiet was zu hundert Prozent, wenn man so will von der Kläranlage abhängt.
00:21:27: Von als Wärmequelle und das hat sich noch keiner aus meiner Sicht soweit getraut weil wenn man nimmt es gerne so wie zwanzig dreißig Prozent dann habe ich eine Art erneuerbaren Anteil in meinem Wärmennetzteile drin.
00:21:38: aber dass das jemand so zu Hundert Prozent macht denke ist das was uns hier eben einen besonderen Charakter verleiht.
00:21:46: Und sie haben gesagt, auch die Gebäude sind ja so typisch für viele Gebäuden hier in Deutschland.
00:21:51: Also wenn die gebaut worden sind und auch der Sanierungsstand heißt es dass Schwöllen jetzt da eine Vorreiterrolle hat also das jetzt auch andere Kommunen vielleicht kommen und sagen Mensch wie macht ihr denn
00:22:02: das?
00:22:03: Also gibt's da schon Anfragen auch,
00:22:05: dass Sie sich
00:22:05: da Leute beraten?
00:22:07: Genau ja, also schon allein zur Eröffnungsfeier haben wir uns einen Mühe gegeben Tatsächlich was, was wir hier gerne machen.
00:22:13: Die Energiewende damit flügeln.
00:22:15: deswegen hatten noch schon viele eingeladen worden sehr viel Interessierte da und es rufen mich hier und da andere Stadtwerke an Fragen nach Erfahrung und die ihre eigenen Gedanken haben so dass wir schon davon ausgehen das sich das übertragen kann.
00:22:28: Eine Einschränkung gibt's bei Kläranlagen sind häufig nicht in der Nähe von Wohngebieten.
00:22:33: Das ist sowas man immer mit berücksichtigen muss.
00:22:35: Man hat ein schönes Wärmerpotenzial Aber eine Klärlage hat auch schon immer eine gewisse Geruchsemission.
00:22:42: Allein schon wegen der Fließrichtung ist es am Ende des Ortes und nicht am Anfang, wenn da das Wohngebiet ist.
00:22:48: Aber wie gesagt andere Städte in Jena gibt's beispielsweise wirklich Gedanken Und wenn man dort sieht, das ist eine Kläranlage die hat natürlich viel mehr Wärmerpotenzial aufgrund der Größe der Stadt.
00:22:57: Und dort sind Wohngebiete, sie sind relativ nah dran und richtig dichte Bodenbebauung.
00:23:01: Wenn man dann nur zwei drei Häuser irgendwo auf dem Dorf hat, dann ist es wahrscheinlich nicht uns wert.
00:23:06: Das ist so ein bisschen das einzige Handicap.
00:23:07: Es ist halt eine Beschränkung.
00:23:10: Welche Gegebenheiten habe ich vor Ort?
00:23:12: Aber da wo ein bisschen Ballungsgebiet in der Nähe ist macht er sehr viel Sinn, das auch mit allen zu nutzen.
00:23:18: Ist es auch denkbar, es gibt ja so Bürgerenergiegenossenschaften mittlerweile dass auch so Bürgerinnen und Bürger und sowas gemeinsam auf die Beine stellen, ist was auch vorstellbar.
00:23:27: Also haben wir durchschnittweit auf jeden Fall ein ganz klassischer denkbarer Weg.
00:23:30: das hängt ein bisschen von den Initiativen vor Ort ab und sicherlich auch mal von der Einstellung der Stadtwerke und der Kommune lässt man sowas dann mit zu oder rein.
00:23:39: wie?
00:23:40: persönlich haben jetzt natürlich nicht den Gedanken Wir sind ja auch wiederum zu Hundertprozenten besitzt uns die Städtspüren.
00:23:44: also wir gehören ja eigentlich dem Bürgern hier in Spöln kann man da auch immer so sehen.
00:23:49: Genauso, wenn es hier eine Initiative gegeben hätte oder auch ein anderer Stelle.
00:23:52: Es gibt für mich keinen Hinterungsgrund und das kann man auf jeden Fall machen.
00:23:55: Man muss natürlich mit den Akteuren irgendwo reden und sagen wir haben heute unseren Bau des Technischen deswegen machen wir das.
00:24:00: von der Finanzierung her haben sie ja auch selber gestemmelt.
00:24:03: Deswegen braucht man jetzt nicht noch Bürgergeld.
00:24:05: Das ist immer die Frage wer hat welche Motivation dahinter?
00:24:08: aber Das würde woanders natürlich genauso auch dann nur durch eine Bürgerbewegung funktionieren.
00:24:14: Die ersten sind die, die in die Initiative ergreifen und sagen hey wir haben da was und sagen mal Kläranlagenbetreiber, der wird nichts dagegen haben.
00:24:20: bei uns.
00:24:21: Der Klär-Anlage tut sich überhaupt nicht weh das Wasser hier noch irgendwie die Wärme daraus zu ziehen.
00:24:26: Was planen Sie jetzt so für die Zukunft?
00:24:27: Wollen sie Ihr Netz noch erweitern oder irgendwelche anderen tollen Sachen noch
00:24:32: bauen?
00:24:32: Ja, ein bisschen weitsichtig wollen wir natürlich schon wenn man jetzt sowas macht.
00:24:35: Es gibt im südlicheren Teil des Netzes.
00:24:38: da gibt es noch einen Gymnasium mit einer sehr alten Heizung und einem kommunaler Kindergarten.
00:24:44: das liegt alles beieinander.
00:24:45: Das ergänzt sich, wer sich da auch wieder ein bisschen auskennt von dem Wärmeverhalten ergänzte ich das eigentlich auch prima wie Kinder die tagsüber Wärmen brauchen und die privaten Haushalte, die dann abends wieder heizen.
00:24:55: So dass man da eigentlich auch tolle Synergien kreieren kann.
00:24:58: Das Interesse ist jetzt größer geworden schon allein wegen dem gesetzlichen Veränderungen.
00:25:02: Dass wir da die angrenzenden Wohnungen... Es gibt ja noch einige Wohnplöcke, die müssen sich alle auch gedeckt machen.
00:25:08: wie würden das?
00:25:09: Mit so einer luftwärmen Pumpe wird es vielleicht auch genehmigungsrechtlich wahrscheinlich schwierig, sodass da schon ins Interesse da ist aber wir gucken müssen.
00:25:16: also das Wärmepotenzial der Kläranlage reicht nicht aus um das komplette Wohngebiet zu versorgen.
00:25:21: Man müsste dann halt überlegen, es gibt ja weitere Ideen zum Beispiel.
00:25:25: Wir haben hier die Sprotte den Fluss.
00:25:27: auch da gibt's Wärmetauschen und die kann man unter der Erde legen so dass nicht das Flussbett kaputt gemacht wird und zieht dann auch über diesen Weg Wärme raus.
00:25:34: oder klassisch die Erdwärme.
00:25:36: Das ist ja das was wir mit unserer Netz gemacht haben.
00:25:38: Man legt ja letztendlich wie Garten-Schläuche in ein bis zu fünf Meter Tiefe und zieh' dann die Erddwärmung aus Oder man kann auch ein paar so tiefe Erdwärme sendenbohren.
00:25:46: Wenn man sowas dann noch mit einbaut, dann hätte man noch Möglichkeiten dieses Gebiet etwas zu erweitern.
00:25:50: Es geht ja darum irgendwelche Umwelt abwärmerquellen hier zum Beispiel.
00:25:54: das ist ja die Zielstellung.
00:25:55: Das ist leider auch schwieriger natürlich als wenn ich eine Erdgasleitung habe.
00:25:58: Dann kann ich überall irgendwas hinbauen und da ist ein bisschen Kreativität gefragt.
00:26:03: Wir wollten uns jetzt natürlich erstmal eine Testphase geben, Erfahrungswertes sammeln was die Ingenieure errechnet und geplant haben.
00:26:09: Ist es in der Realität auch so?
00:26:11: Da sollten wir schon mal den ersten Winter Hammer hinter uns, den zweiten wird man gerne auch noch mitnehmen und dann kriegen wir denke ich ein Gefühl.
00:26:17: Haben wir noch einen Überschuss an Lärme, können wir noch weitere Gebäude dran nehmen oder was müssten wir umbauen damit in Zukunft gleich noch der Ein- und andere Dank kommt.
00:26:27: Gleich nach Abwärmen von noch anderen... Industrien, die es hier gibt.
00:26:31: Es gibt ja schon bei so kleinen Werken wie sie erzählt haben da diese Abwärme und das geht ja ganz häufig verloren.
00:26:36: also das kann ich mir auch im größeren Städten vorstellen dass da viel ungenutzt
00:26:40: ist genau wenn eben auf einer Wegstrecke irgendwann schon ein bestehendes Netz hat oder eben wie wir jetzt ein neues baut und dann feststellt das war ja auch wirklich so.
00:26:46: Wir haben gar nicht an die Firma gedacht.
00:26:48: Auf jeden Fall war das eine tolle Synergie die man noch mal mitgenommen hat.
00:26:52: Die ist sowohl der Betriebsspart jetzt Stromkosten weil er nicht mehr kühlen muss künstlich Wir werden den Betrieb auch perspektivisch selbst versorgen können.
00:27:02: Also er kriegt quasi seine eigene Wärme wieder zurück als Heldsenergie, das ist natürlich schön.
00:27:08: Aber industrielle Abwärme sind tatsächlich ein sehr schwierigeres Feld weil da mehr Risiken dahinter sind.
00:27:14: Du hast die Planungssicherheit immer nicht von dem Unternehmen wenn da mal einer morgen seinen Betrieb schließt.
00:27:18: Wir haben ja auch Rezessionsentwicklung aktuell.
00:27:22: Wenn es dann darum geht, wirklich eine kritische Infrastruktur wie Wärme, die Wärmerversorgung der Bevölkerung sicherzustellen muss man natürlich immer irgendwo auch Sicherheit haben.
00:27:29: Da ist da eine Umweltwärme wie Erzwärm, Flusswärmen oder Solarthermie.
00:27:34: also solche Themen sind dann planbarer Größen.
00:27:36: auf die muss man dann eher setzen und ich vermute dass sie auch andere Stadtwerke so eh nicht machen.
00:27:41: aber was da ist sollte man nutzen.
00:27:43: das ist ja hier auch die Tipise.
00:27:44: Das
00:27:45: klingt wunderbar.
00:27:46: Ja, oder auch das, was Sie ja vorhin gesagt haben ... Was es auch noch gibt zu der klassischen Wärme jetzt aus der Kläranlage.
00:27:51: Man kann die Wärmung im Kanal schon nutzen.
00:27:54: Oder selbst bis in der Hausleitung ist er auch da.
00:27:56: Wir haben einen Freizeitbad Tatami hier in Schmölln.
00:27:58: Da ist ganz viel Duschwasser.
00:27:59: Das Wasser hat hier neunzwanzig Grad Schwimmtemperatur.
00:28:02: Dieses ganze Abwasser, was wir da rausgeben, ist halt noch ganz viel Wärmen.
00:28:05: Dass man schon im Gebäude einfach durch Wärmetausche dieses Abwasser schon wieder selber mit Wärmerrückgewinnungen nutzt um wieder die Währme für die Heizung aufzubringen Oder ist eben im klassischen Abwasserkanal, wenn man da einen Wohngebiet hat.
00:28:18: Auch solche Sachen werden wir hier in Zukunft bestimmt auch weiter betrachten.
00:28:22: Macht es insbesondere in großen Städten ganz viel Sinn.
00:28:25: Die wiederum ja Probleme haben die können wahrscheinlich mit Erdwärme ja nicht so viel machen.
00:28:28: Da gibt's nicht viele Fläche.
00:28:30: Da sind dann genau solche Potenziale ganz toll und werden denke ich zunehmend Betrachtung finden.
00:28:37: Super!
00:28:38: Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch.
00:28:41: Herr Künast und ich wünsche Ihnen weiter viel Erfolg bei Ihren Ideen, die Sie vielleicht noch realisieren wollen und vielleicht auch anderen Kommunen auf dem Weg zur Wärmewende-Energiewende helfen können.
00:28:52: Herzlichen Dank
00:28:53: fürs Gespräch!
00:28:53: Ja dann bedanke ich mich auch.
00:28:55: Bis bald!
00:28:56: Alles Gute, tschüss!
00:28:59: Wenn ihr mehr hören wollt abonniert Böl Regional in der Podcast App Eurer Wahl beispielsweise Apple Podcast, Spotify oder SoundCloud.
00:29:09: Für Fragen oder Anregungen schreibt uns einfach an podcastatböll.de.
Neuer Kommentar